Rucksack vs. Männertasche – Wer macht das Rennen?

„Der Rucksack ist tot“ – so oder so ähnlich vernimmt man es derzeit an allen Ecken und Enden bei Modediskussionen. Tatsächlich werden gerade Umhängetaschen, die bis vor einigen Jahren als reines Frauending galten, auch bei Männern immer beliebter. Mittlerweile dominieren die Männertaschen vielerorts sogar die Schultern hipper Jungs. Klar stellt sich da die Frage, ob der gute alte Rucksack heute nur noch ein Relikt vergangener Zeiten ist, oder ob er nach wie vor seine Daseinsberechtigung hat. Wo liegen die Vorzüge der Männertaschen und für welche Zwecke ist der Rucksack nach wie vor die erste Wahl? Wir haben es herausgefunden und lassen Rucksack und Herrentasche in drei Kategorien gegeneinander antreten. Je nachdem, welches Argument für Sie am meisten Gewicht hat, sollte es ein leichtes sein, sich für eins der beiden zu entscheiden.

Kategorie 1: Tragekomfortkomfort

Was Tragekomfort angeht, kann dem guten alten Rucksack keiner etwas vormachen: Zwei Träger über den Schultern, optimale Gewichtsverteilung, kein nerviges „Seitenwechseln“ und bei richtiger Trägereinstellung noch vergleichsweise rückenschonend. Da können moderne Männertaschen nur den Kürzeren ziehen. Gerade wenn die Umhängetaschen vollgestopft und schwer sind, bieten sie kein gutes Tragefühl – aufgeriebene und schmerzende Schultern sind die Folge. Auch wer viel mit dem Rad unterwegs ist, hat mit einem Rucksack wohl weniger Probleme, als mit der Herrentasche. Einen kleinen Nachteil hat der Rucksack in puncto Komfort jedoch: An warmen Sommertagen gerät man mit schwerem Rucksack auf dem Rücken schneller ins Schwitzen als mit einer Tasche, die lässig auf der Hüfte liegt. Ein Wehrmutstropfen, der hinsichtlich der klaren Vorteile aber verschmerzbar ist.

Kategorie 2: Platz

Die alte Platzproblematik! Wohin mit all den Schul- und Uni-Sachen, den Einkäufen und dem Laptop? Natürlich mag man hier zunächst an den Rucksack denken, der wohl den meisten Stauraum bietet – aber entspricht das auch wirklich den Tatsachen? Die Frage danach, ob ein Rucksack oder eine Tasche mehr Platz bietet, kann nur mit einem „Kommt drauf an…“ beantwortet werden. So gibt es äußerlich groß aussehende Rucksäcke, die überraschend wenig Fassungsvermögen haben. Dies kann zum Beispiel formbedingt sein – wie viele haben schon schlechte Erfahrungen mit ihrem Ruck gemacht, weil der Laptop einfach nicht hereinpassen wollte, obwohl der Rucksack zunächst groß genug zu sein schien –, es kann aber auch ganz einfach daran liegen, dass er zu klein ist – das Auge kann da manchmal schon stark täuschen. Natürlich gibt es andererseits aber auch Rucksäcke mit extrem viel Platz. Vor allem die geräumigen Mittelfächer sorgen dafür, dass selbst größere Getränkeflaschen oder gar ganze Einkäufe in ihnen Platz finden. Auch bei den Taschen gibt es Licht und Schatten: Während einige durch ihre vielen Fächern geräumig sind und sich aufgrund ihrer Form perfekt für Akten, Hefter und Laptops eignen (die in Rucksäcken oft zerknittern, oder schlicht nicht reinpassen), erweisen sich andere als unhandlich und vor allem beim Transport größerer Sachen als schlicht unbrauchbar. Das Ergebnis der Kategorie „Platz“ ist damit klar: Beide haben ihre Vor- und Nachteile – einen klaren Sieger zu bestimmen, ist hier nicht möglich.

Kategorie 3: Look

Machen wir uns nichts vor, der alte Rucksack ist, was den Trend angeht, nicht unbedingt die erste Wahl bei den Kids. Umhängetaschen sieht man hingegen längst nicht mehr nur an den Schultern von Jungspunden sondern vermehrt auch bei erwachsenen Männern – und das ist nicht einmal sonderlich überraschend. Egal ob stilvoll, jugendlich oder hipp. Herrentaschen gibt es in allen erdenklichen Formen und Looks – sie eignen sich deshalb bestens für verschiedenste Zwecke, von Business bis zum Privatvergnügen. Von Rucksäcken kann man dies hingegen nicht behaupten, ihnen haftet heute wie damals das Youngster-Image an. Das bedeutet: Für Schule und Freizeit mögen sie perfekt sein, fürs aber Büro eher unpassend. Mit der Flexibilität und umfassenden Einsetzbarkeit der Umhängetasche können sie leider nicht punkten. Aus diesem Grund haben selbst alteingesessene Rucksack-Marken wie Eastpak längst geschaltet und produzieren neben den bekannten Backpacks nun auch vermehrt Umhängetaschen. So ist es kein Wunder, dass die Herrentaschen die Kategorie „Look“ klar für sich entscheiden kann – der Trend ist auf ihrer Seite.

Update: auf dem Blog von shoppl haben wir ein weiteres, interessantes Battle veröffentlicht: Jutebeutel gegen Fjällraven Rucksack!

Wie finde ich das richtige Reisegepäck?

Reisetaschen für Herren

Ob Jahresurlaub, Kurztrip oder Wochenendreise, es fällt nicht immer leicht das korrekte Reisegepäck zu wählen. Je nach Länge der Reise und des Transports, sollte der Reisende unterschiedliche Ansprüche an das Gepäck stellen. Mal ist es ratsam kleinere Formate zu wählen, mal sollte man großes Gepäck nutzen. Manches Mal sind Taschen ein Muss, mal sollte man auf Koffer zurückgreifen. Auf was ihr beim Gepäckkauf, der ziemlich unübersichtlich sein kann, beachten solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die Größe des Reisegepäcks und die Transportart

Je nach Länge des Aufenthaltes und der Dauer eurer Reise, solltet ihr sehr genau auf die Größe des gewählten Gepäcks achten. Für lange Reisen sind großformatige Koffer besser geeignet als kleine Koffer oder Taschen, bei der Kurzreise ist großes Gepäck ungeeignet. Für Trips, die lediglich ein paar Tage dauern, ist mittelgroßes Gepäck immer eine gute Wahl. Herren sollten außerdem Koffer wählen, die über möglichst viele kleine Innenfächer verfügen. Immerhin gibt es eine Vielzahl Parfums und Cremes, die man einzupacken hat und ohne die die Reise weniger schön wäre.

Heute gibt es so viele verschiedenen Taschenformate, das auch die Art des Transportes in die Überlegungen einbezogen werden sollten. Taschen sind dann zu bevorzugen, wenn man mit dem Auto fährt. Sie sind vom Material her flexibler und können in einem Kofferraum in passende Form gepresst werden. Fliegt man mit dem Flugzeug sind Hartschalenkoffer großartig geeignet, weil der Umgang mit Taschen am Flughafen oft sehr rau ist. Hartschalenkoffer halten Stöße und Kollisionen mit Gegenständen aus und schützen den Inhalt des Gepäcks. Insbesondere beim Transport von Elektronikartikeln oder zerbrechlichen Objekten ist ein Koffer mit harter Hülle demnach vorteilhaft.

Wer oft mit kleinem Handgepäck reist, weil er beruflich dazu verpflichtet ist, der sollte eine Tasche wählen die bestens in den Gepäckfächern im Inneren des Flugzeuges verstaubar ist. Diese haben meist mehr als nur Platz für einen Laptop, sondern lassen Raum für einige Kleinigkeiten des Alltags.

Das Material der Koffer und Taschen

Je nach deinem Look und dem Anlass der Reise, solltest du unterschiedliche Materialien wählen. Materialien wie Leder sind zeitlose Klassiker, für häufiges Reisen mit dem Flugzeug aber wahrscheinlich etwas ungeeignet. Der Grund dafür ist, dass sich empfindliches Leder schneller abnutzt als es bei synthetischen Stoffen der Fall ist. Als Handgepäck lassen sich Ledertaschen aber sehr gut nutzen und halten andauerndem Betrieb stand. Natürlich gibt es auch edle Marken, wie Louis Vuitton, die seit Jahrhunderten Reisegepäck aus edlem Leder produzieren, doch diese passen preislich nicht in Jedermanns Budget.

Kombinationen von Koffern und Taschen.

Sehr häufig kommt man in die Situation, nicht nur Dinge in Koffern zu verstauen, sondern zusätzlich zum Großgepäck auch Handgepäck zu tragen. Schlüssel, Reisepass oder Portemonnaie sollten bekanntlich griffbereit sein und nicht erst aus einem Haufen von anderen Reiseutensilien herausgekramt werden müssen. Rucksäcke und kleinere Umhängetaschen bieten für diese Aufgabe sehr gute Dienste an. Aber Achtung! Schnell kann man in die Falle tappen, Koffer und Handgepäck nicht aufeinander abzustimmen und so zu unpassenden Kombinationen gelangen, die albern aussehen. Farblich durcheinander gewürfelt sollten die Reisestücke nicht werden, sondern in den Tönen abgestimmt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann bei Marken wie Samsonite komplette Koffersets erstehen, die häufig mindestens ein kleines Handgepäckstück mitliefern. Dies kann hinterher viel modischen Ärger ersparen und ersetzt die seperate Suche, die zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt.

Wie wir sehen, sind diverse Faktoren dafür verantwortlich, das passende Reisegepäck zu finden. Man sollte stets bemüht sein, sie im Hinterkopf zu bewahren. Das kann Geld und Nerven schonen und den Urlaub zum echten Vergnügen machen.

Herrentaschen – Für den Sport und Businesslook – Zweite Runde

Und da sind wir auch schon wieder mit dem zweiten Teil unserer Reihe, die sich mit den unterschiedlichen Taschentypen für den richtigen Anlass beschäftigt. Im letzten Teil der Reihe hatten wir darüber sinniert, dass die Welt der Mode heute viel größere Möglichkeiten für Herren offen hält. Die Zeichen der Zeit haben sich geändert und Männer und Frauen sind gleichberechtigt, wenn es darum geht, wundervolle Mode zu kreieren, die in den Alltag der Menschen passt. Dies zeigt sich auch bei den großen Taschenherstellern und ihren kreativen Genies – den Designern – die für sie tätig sind. Wir hatten festgehalten, dass es eine ganze Reihe an Taschen gibt, die Männer nutzen können und die sich hervorragend für den Sport eignen. Aktive Männer brauchen nicht mehr lange suchen, wenn sie gut gekleidet zum Sport gehen wollen. Wir hatten auch unterschiedliche Materialien diskutiert – wer unbedingt mehr wissen will, der sollte den letzten Artikel lesen.

An dieser Stelle wollen wir ein wenig weiter gehen und den Blick in Richtung Arbeitswelt schweifen lassen. Immerhin bestimmt die Arbeit einen Großteil unserer Zeit und stellt modische Ansprüche an uns und unser berufliches Umfeld. Nicht immer ist es einfach, die richtige Tasche zu wählen, die auch dem Beruf angemessen ist. Heute verändern sich die Business-Looks vor allem so stark und so häufig, dass auch bei der Wahl der Accessoires größte Aufmerksamkeit und Sorgfalt von Nöten ist, um nicht in modische Fettnäpfchen zu treten. Lasst uns also ein paar Business-Looks auf Herz und Nieren prüfen und die richtige Tasche finden.

The Bridge Taschen

Der klassische Mann in Vorstand und Bank

Für diesen Typus Mann, der verantwortungsvolle Positionen besetzt und überhaupt nicht ohne Anzug auskommt, sind natürlich absolute Klassiker von Vorrang. Aktentaschen aus hochwertigsten Stoffen sind ein Muss, um wichtigen Kunden nach Außen das Gefühl zu vermitteln, Mann habe nicht nur Kontrolle über seine Aufgaben, sondern auch über sein Aussehen. Diese Herangehensweise strahlt Vertrauen aus und lässt Bindungen entstehen. Aktentaschen aus Box Calf Leder – also aus Kalbsleder – sind hierbei von absoluter Notwendigkeit. Sie sind besonders weich und besitzen einen eleganten Glanz, der die Optik des Anzugs unterstützt und ihn ordentlich in Szene setzt. Auch sollten die Taschen (zum Beispiel aus Kalbsleder) mit dem Material der Schuhe harmonieren. Rahmengenähte Schuhe wie „Oxforder“ oder der allseits beliebte „Budapester“ aus Kalbsleder, sind einfach unverzichtbar, wenn es darum geht, die Eleganz auf ein neues Niveau zu heben und Extraklasse zu repräsentieren. Die Aktentasche sollte hierbei nicht zu groß gewählt werden und farblich an den Anzug angepasst sein, sonst kann die Ausstrahlung des Looks schnell im Nichts verpuffen.

Legere Businesstaschen

Der legere Business-Look – Immer schön locker bleiben!

Heute ist die Spannung glücklicherweise etwas aus dem Büro gewichen. Gerade durch die Jobs in der IT- Branche, in der es häufiger um Kreativität geht, als um „altes Geld“, wie wir es vom Versicherer oder der Bank kennen, weichen die Grenzen zwischen den Modestilen vollkommen auf. Das wirkt sich auch auf die Taschen aus, die sich im Office wiederfinden lassen. Zum Vintage-Look, der heute so viele Facetten der Mode bestimmt, gehört der Cord. Dieser Stoff, der schon die 60s und 70s dominierte, ist einfach großartig für Sakkos und Hosen und lässt sich im Büro problemlos tragen. Hinzu gehört natürlich die passende Tasche. Ledertaschen in lässiger, leicht fleckiger Optik, sind hier genau das Passende. Auch ein Material-Mix aus synthetischen Stoffen und Leder ist grandios, um einen „hippen“ Eindruck zu machen.

Wir sehen also: Egal ob „neues“ oder „altes“ Geld, egal ob „jung“ oder „situiert“ – ein Mann findet immer die richtige Tasche, wenn er die Augen offen hält und viel Verständnis für seinen eigenen Kleiderschrank aufbringt.

Herrentaschen – Was du dieses Jahr unbedingt tragen solltest

Herrentaschen 2013

Auch im Frühling 2013 hat die Modewelt wieder einiges auf Lager. Nicht nur das die New York Fashion Week die Blicke auf sich zieht, auch in den Boutiquen unserer Lieblingslabels gibt es frische Ware um uns in die wärmere Jahreszeit zu überführen. Die Taschen der Herren sind auch dieses Jahr ein Schwerpunkt für Designer von Männer-Accessoires gewesen. Die großen Labels haben nachgelegt und zeigen uns, auf was wir dieses Jahr auf keinen Fall verzichten dürfen.

Bei den Damen geht der Trend bei den Taschen ja ganz klar zu auffälligen Farben, zu Material-Mix und zu Tiermustern sowie zu geometrischen Formen. Die kantigen Formen der Herrentaschen dominierten das gesamte letzte Jahr die Laufstege von Mailand bis nach Tokio, machen dieses Jahr aber Platz für sanfte Formen. Ein deutliches Indiz dafür ist das Revival der Rucksäcke. Vor allem die Rucksäcke im Style der weichen Seemanns-Säcke sind diese Saison einfach der letzte Schrei und bestechen durch einfache aber klassische Stoffe wie Baumwolle. Auch für die Herrenaccessoires muss es dieses Jahr viel Farbe und viel Glanz sein. Louis Vuitton hat dieses Jahr Farbe und Trend zusammengebracht und sich daran gemacht einen eigenen Trekking-Rucksack auf den Markt zu bringen. Unnötig zu erwähnen, dass der Trekking-Urlaub durch diesen Rucksack gleich noch ein wenig teurer wird.

Mit 9.300 Euro schlägt der Rucksack in limitierter Auflage zu buche und ist damit wohl teurer als mancher Trip nach Nepal. Der wirkliche Outdoor-Fan wird da wohl auf Produkte eingesessener Outdoor-Marken zurückgreifen. Wem Rucksäcke zu leger sind und lieber bei traditionelleren Taschenmodellen verbleibt, der kommt natürlich nicht an den Shopping Bags vorbei. Schon seit Jahren in der Damenwelt unverzichtbar, lassen sie auch die Herrenherzen höher schlagen. Hier muss es, wie dieses Jahr nicht anders zu denken, wieder ganz bunt sein. Glänzender Lack und extravagante Applikationen müssen den Shopping Bag schon aus der Ferne deutlich erkennen lassen. Die Formen der Shopping Bags sind dieses Jahr etwas vielseitiger als noch letztes Jahr. Die Henkel sind unterschiedlich lang und können sowohl in der Hand als auch über die Schulter geschwungen werden. Was die Materialien angeht, so geht der Trend etwas von dem aufwendigen Mixed-Material-Look, der die Frauenwelt erobert, ab und widmet sich grundsoliden Materialien.

Ein absoluter No-Brainer und in jeder Taschenkollektion für Herren unverzichtbar, ist der allseits beliebte Messenger-Bag. Hier geht die Entwicklung weg von kleinen Modellen, die sich tatsächlich eher dazu eignen ein kleines Couvert zu transportieren, zu Messenger-Bags, welche wesentlich größer ausfallen. Das wird alle Herren freuen, die auch mal mehr zu transportieren haben. Die Form der Messenger-Bags hat sich seit dem letzten Jahr verändert. Bisher kennt man sie als steif und unnachgiebig, dieses Jahr sind sie wesentlich weicher, biegsamer und beweglicher. Gar nicht wegzudenken und ein echter Augenschmaus sind in diesem Jahr die Herren-Clutches, mit denen die Designer überall experimentieren. Ein toller Trend, denn dieser feminine Zug funktioniert tatsächlich super gut mit der heutigen Herrenmode. Die kleinen Taschen müssen farblich gut zum Outfit passen und eignen sich einfach großartig, um Gegenstände des Alltags zu transportieren. Jedes Smartphone oder der Schlüssel fürs Büro, können so problemlos und stilsicher transportiert werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Materialien schon in eine wesentlich aufwendigere und auffällige Richtung tendieren. Besonders Reptilienleder, also Krokodil und Schlange, werden bei den hochpreisigen Herrenhandtaschen und Clutches verarbeitet – für Tierliebhaber garantiert nicht unumstritten.

Zweifellos wird uns dieses Jahr wieder einiges Frisches geboten und vor allem die bunten Farben werden uns gute Laune bereiten können. Der Trend zu weichen Formen ist definitiv eine tolle Entwicklung und ein mutiger Schritt für die Welt der Herrenaccessoires.

Herrentaschen – Für den Sport und für das Business – Runde 1

Sporttaschen Herren

Es wurde wirklich Zeit, dass Herrenaccessoires die Stellung einnehmen, die ihnen gebührt. Über die letzten Jahrzehnte dominierte die Frau, die Welt der Accessoires und die Designer verwendeten zu wenig Anstrengungen und Zeit für die Kreation wunderbare Herrentaschen. Wenn wir zeitlich etwas zurückgehen, so waren es wohl die Italiener, die als erste begannen, Herrentaschen für die breite Masse der Männer zu produzieren. Florentiner Lederwarenbetriebe stellten in den 30er und 40er Jahren grandiose Stücke her, die damals vollkommen up-to-date waren und sich der Mode des frühen zwanzigsten Jahrhunderts auf besondere Weise anpassten. Heute ist die Herrenhandtasche schon nicht mehr vom Arm des Mannes wegzudenken und die Rollenbilder haben sich beim Tragen von Taschen deutlich gewandelt. Auch Männer dürfen im Alltag extravagante Taschen tragen und sich ganz ihren Launen hingeben. Es sind nicht mehr nur die traditionelle Aktentasche, die Mann bei sich hat, heutzutage ist es eine beinahe unüberschaubare Palette von Designs aus denen Männer wählen können.

Das ist gut so, denn die Herren von heute sind vielseitig. Sie sind nicht mehr nur der„Bürohengst“ oder der „Stahlarbeiter“, der sich auf dem Bau krumm arbeitet. Gerade in der urbanen Landschaft und in einer Gesellschaft, in der die Schranken zwischen den einzelnen Berufen und Professionen immer offener sind, verschwimmen auch die Looks und die Variabilität in der Auswahl der Mode steigt. Das ist ein tolles Zeichen, denn es bedeutet nicht nur die Weiterentwicklung der Mode, sondern auch die der Gemeinschaft. Da Jungs und Männer aber immer gewisse Vorlieben haben und ihren Alltag mit gewissen Tätigkeiten füllen, bietet es sich an, zu versuchen, die richtige Mode für den richtigen Anlass zu finden. Exemplarisch soll dies an hiesiger Stelle für die Bereiche Sport und Business versucht werden.

Welche Tasche für den Sport?

Der aktive Mann, der seine Zeit gern im Verein oder (nach der Arbeit) im Fitness-Club verbringt, braucht natürlich die passende Tasche, um für diese Anlässe gut gewappnet zu sein. Je nach Art der Aktivität (der sportlichen Betätigung) ist die passende Größe der Tasche zu wählen. Für den Trip ins nahegelegene Studio braucht man keine großen Taschen. Midi-Sized Bags mit zwei Fächern reichen vollkommen aus, um Schuhe, T-Shirt und Jogginghose darin unterzubringen. Auch Rucksäcke können hierfür genutzt werden, sind aber legerer und passen nicht zu jedem Look. Was die Materialien der Sporttasche angeht, so ist es wohl von Vorteil nicht unbedingt die teuerste Kalbsledertasche vom Edeldesigner zu nutzen. Nicht nur dass sich bei Anlässen wie der Sportveranstaltung schnell Abnutzungserscheinungen einstellen können, auch Schuhe, wie Fußballschuhe mit Eisenstollen, können Schäden an der Tasche verursachen und so für Unmut sorgen.

Synthetische Materialien eigenen sich bei der Sporttasche besser, da sie gegen Einflüsse der Außenwelt resistent sind. Nicht nur dass sie bei Regen und Schnee dafür sorgen, dass die Klamotten trocken bleiben, sie sind oft gut zu reinigen. Mit einem nassen Lappen oder in der Waschmaschine, können Dreck und Keime entfernt und somit Geruch verhindert werden. Denn nichts ist schlimmer als eine muffige Tasche, die die Trainingssachen stinken lässt. Auch Baumwolle eignet sich Sporttaschen – vor allem im Sommer. Da Mann im Sommer besonders stark schwitzt, kann Baumwolle hervorragend sein, denn sie ist super atmungsaktiv und lässt sich gut reinigen. Für Herren sind in diesem Jahr besonders Taschen im Vintage-Look angesagt. Oft sind dieses aus Lederimitationen. Sie repräsentieren der Umwelt Klasse und lassen sich für den Sport dennoch absolut problemlos nutzen.

Im Nächsten Teil dieser Reihe, wollen wir uns dann der passenden Tasche für den Arbeitsalltag widmen und den ein paar Business-Looks unter die Lupe nehmen. Bleibt also weiterhin gespannt und modisch am Ball.

MCM: Das Münchner Comeback-Märchen

MCM Backpacks

Es ist gefühlt eines der interessantesten Mode-Comebacks seit Opas Hornbrille: Die Rückkehr des Münchner Glamour-Labels MCM. „Totgesagte leben länger“, heißt es immer so schön und Moderne Creation München, so der offizielle Name des Labels, macht gerade wie kaum ein zweites vor, wie man sich selbst wieder zurück in die Oberliga katapultiert. Was ist passiert mit dieser Marke, auf die vor einigen Jahren keiner mehr einen Pfifferling setzen wollte? Wo liegen ihre Wurzeln? Und wo soll das Ganze noch hinführen? Die Analyse einer Achterbahnfahrt durch die Modewelt.

MCM wurde 1976 durch den Münchner Michael Cromer gegründet und wurde schnell zu einer Modeinstitution innerhalb der Münchner Schickeria. Der Anspruch Cromers, eine luxuriöse Marke für Lederwaren und Mode zu machen, die auf Augenhöhe mit großen Namen wie Louis Vuitton war, glückte. So fand MCM-Ware nicht nur bei deutschen Promis oder deutschen Durchschnittsbürgern die sich mal was gönnen wollten Anklang, sondern auch in Asien. Fernost wurde mehr und mehr zum Hauptabsatzmarkt des Münchner Modeimperiums, bis Cromer gleich zweimal wegen Steuerhinterziehung angeschwärzt und schließlich aus seinem Unternehmen getrieben wurde. Zudem brach der Umsatz der Marke während der Asienkrise ein. Aus der edlen deutschen Marke wurde mehr und mehr ein marodes Unternehmen, für das sich niemand mehr so richtig begeistern konnte. Von der Welt-Liga, in der MCM einst mitmischte war die Marke um das Jahr 2000 herum so weit entfernt wie die Erde von der Sonne.

Heute befindet sich MCM in der Hand der Koreanerin Sung-Joo Kim. Sie erwarb die Firma und polierte das Traditionsunternehmen ordentlich auf. So sehr, dass die Umsätze nicht nur im asiatischen Markt nach oben gingen, sondern das Label auch in Deutschland und dem Rest der Welt wieder Fuß fasste. Sowohl Zielsetzung als auch Zielgruppe scheinen sich dabei nicht verändert zu haben: Hochwertige Mode und Lederwaren in detailverliebter Handwerkskunst zu schaffen, die vor allem die oberen 10.000 ansprechen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei nach wie vor auf edlen Taschen und Koffern für Frauen und Männer, die Auswahl reicht hier von klassisch bis ausgefallen.

MCM Herrentaschen – angesagter denn je

Die Herren lieben vor allem die Rucksäcke und Weekender des Labels. Die Backpacks werden unter anderem auch von Stars wie Rick Ross oder Justin Bieber getragen. „MCM Backpack Star“ ist das neue Ding der Stunde und bereits ab 400 Euro zu haben,

Auch für die Ladies gibt es wieder tolle Modelle: Taschen wie die „Boston“ entsprechen dabei im besten Sinne dem traditionellen MCM Stil: klassisch und mit klarem Schnitt und gespickt mit den beliebten goldenen Schnallen und Karabinern. Wer es etwas verrückter mag, greift zum Modell „First Lady Croco“. Wie die „Boston“ ist auch sie aus edlem Rindsleder gefertigt, erstrahlt aber im verrückten, blauen Krokodil-Print-Style. Nicht zu vergessen sind natürlich die klassischen Koffersets der Cognac Visetos oder die kleinen Accessoires aus der Heritage Line – solche Kreationen haben MCM schließlich populär gemacht.

Freche Menschen könnten nun spätestens an dieser Stelle aufschreien und beklagen, dass MCM zwar wieder alte Kundschaft zurückgewinnt, ansonsten aber auf der Stelle tritt: Wo sind die Neuheiten, wo ist die Weiterentwicklung und vor allem: Wo ist die Relevanz für junge Menschen? Seltsamerweise scheint MCM jedoch – möglicherweise sogar vollkommen unbeabsichtigt – bei dieser undefinierbaren Gruppe der „Hipster“ extrem beliebt zu sein. Haben wir es etwa hier mit einer unfreiwilligen Entwicklung zur gehypeten Lifestyle-Marke zu tun? Klassik und Eleganz ist man von MCM ja schon gewohnt – aber Hipness? Vertraut man Rapper und Skinny-Jeans-Stilikone Cro, so steht offenbar auch das junge Publikum auf MCM-Mode, schließlich wurde der Stuttgarter Rapstar bereits mit T-Shirts des Münchner Traditionslabels gesichtet – in seinem Video zum Song „1 Million“ entstieg er im MCM-Shirt standesgemäß dem Privatjet.

Es könnte für das Label derzeit also kaum besser laufen: Die Looks sind klassisch und haben den nötigen Bezug zu den eigenen Wurzeln. Die Designer entwickeln mit ihren Kollektionen nicht das Gefühl, sich irgendwem anbiedern zu wollen. Gleichzeitig scheint MCM aber auch eine Relevanz für die Hipser-Fraktion zu haben und findet entsprechenden Anklang. Spannend bleibt nun zu beobachten, wie die Reise weiter geht. Die Voraussetzungen für künftige Erfolge könnten besser nicht sein: Flagship-Stores von New York bis Berlin laufen hervorragend, die Promo-Maschine läuft, der Look ist aktuell. Totgesagte leben eben ganz offensichtlich doch länger!